Oestereiden

Höhenlage ca. 200 - 290 m über NN

Der im nördlichen Bereich  gelegene Ortsteil, ist mit über 800 Einwohnern einer der größten Ortsteile  Rüthens.

Im Mittelpunkt des Dorfes steht die im Jahre 1897/98 im neugotischen Stil errichtete St. Antonius Kirche.

Im Einmündungsbereich der „Ringer Straße“ / „Im Rosengarten“ findet man noch heute die Reste eines jüdischen Begräbnisplatzes.

Öffentliche und private Einrichtungen: Grundschule, Turnhalle, 2 Sportplätze, Tennisplatz, Kath. Pfarrheim.

Ortswappen:   

Ortswappen Oestereiden
Ortswappen Oestereiden

Auf dem Friedhof von Oestereiden ist ein modernes Friedhofskreuz aufgestellt. Im angedeuteten Balkenschnittpunkt des Kreuzes ist eine Öffnung („Loch zum Himmel“). Das Kreuz wurde 1965 vom Bildhauer Joh. Dumanski/München erstellt.

Um 1170 wird Oestereiden vom Kölner Erzbischof Philipp von Heinsberg als „Eden“ erstmals erwähnt. Unklar aber bleibt, ob damit dieser Ort oder das Nachbardorf Westereiden oder vielleicht auch beide Orte zusammen gemeint sind. 1256 taucht erstmals eine lat. Unterscheidung im Sinne von „östliches Eden“ als gesonderte Bezeichnung für das Dorf auf.

Um 1400 verlegten die Herren von Langenstrot ihren Adelssitz nach Eden. Sie waren die Inhaber der weit ausgedehnten gleichnamigen Freigrafschaft, einer Gerichtszuständigkeit über freien Grund und Boden, zu deren Wirkungsbereich insgesamt 9 Freistühle gehörten, davon 4 im Bereich des Dorfes selbst. 1472 wurde die Freigrafschaft u. der Edener Grundbesitz der Herren von Langenstraße an die Grafen von Rietberg verkauft, die danach wegen der Freigerichtsbarkeit in einen langwierigen Streit mit den als Lehnsherren am Ort mit ihnen konkurrierenden Edelherren von Büren gerieten. Dabei ging es auch um die einträglichen Rechte an der Oestereidener Windmühle, deren Turmreste noch heute am Nordausgang der Ortschaft stehen.

Zudem befand sich bis 1654 das Gefängnis und der Richtplatz des Gogerichts Rüthen in Oestereiden, das damit u.a. auch zum Schauplatz zahlreicher Hexenprozesse wurde.

Der Ort gehörte bis 1898 zur Pfarrei Hoinkhausen, eine Kapelle ist seit 1597 nachweisbar. 1897 wurde das heutige, dem hl. Antonius Em. geweihte Gotteshaus errichtet, das seit 1921 von einem Pfarrvikar betreut wurde. Das heutige Ortswappen nimmt in seiner heraldischen Symbolik auf die alte Freigerichtsbarkeit wie auch auf den Kapellenpatron Bezug.

Weitere Informationen finden Sie unter:   http://www.oestereiden.de