Nettelstädt

Die Kapellengemeinde Nettelstädt gehörte über viele Jahrhunderte zur Pfarrei Altenrüthen, erst 1899 wurde sie der Pfarrei Hoinkhausen zugeordnet. Zu diesem Zeitpunkt war der Ort schon rund 800 Jahre alt: 1072 schenkte der Kölner Erzbischof die Zehntlöse zu Nescellesteen dem neu gegründeten Kloster Grafschaft. 1312 war Lubertus de Netelstede Ratsherr in Rüthen, dessen heraldische Symbole vor ca. 2 Jahrzehnten in das Ortswappen übernommen wurden. Diese Adelsfamilie und ihre Erben bzw. Rechtsnachfolger besaßen den südöstlich der Kapelle gelegenen Haupthof des Ortes, zuletzt bis 1912 die Grafen von Bocholtz-Alme. Das dortige Wohnhaus wurde 1658 durch den kurfürstlichen Richter Dr. Wilhelm Steinfurth erbaut, der ebenfalls 1664 die älteste Kapelle in Nettelstädt stiftete, welche 1822 abgebrochen wurde.

Ortswappen: 

Ortswappen Nettelstädt
Ortswappen Nettelstädt

 

Erst 1929 erfolgte hier die Grundsteinlegung für ein neues Gotteshaus, das wie sein Vorgänger den hl. Johannes d. Täufer zum Kapellenpatron hat.

Foto: Manfred Böckmann WP ( ältestes Haus mit Bauerngarten)